„Die Laien sind die eigentlichen
Kritiker, denn das sind die Menschen, die später in den Bauwerken leben sollen."
Jos Weber, Professor für Städte- und Wohnungsbau, Hochschule für
Bildende Künste, Hamburg

Literaturverzeichnis
Nutzer-Beteiligung

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  • Apel, H., Dernbach, D., Ködelpeter, T. und Weinbrenner, P. (Hrsg.)(1998). Wege zur Zukunftsfähigkeit - ein Methodenhandbuch. Arbeitshilfen für Selbsthilfe- und Bürgerinitiativen. Bonn: Stiftung Mitarbeit.
    Hierbei handelt es sich um ein sehr preisgünstiges Handbuch (DM 14), in dem verschiedene Verfahren der Bürgerbeteiligung anwendungsnah beschrieben werden. Der Fokus liegt allerdings, anders als bei Bischoff et al., nicht so sehr auf der Stadt- und Freiraumplanung, sondern wird allgemeiner auf politische Prozesse bezogen. Die Qualität der einzelnen Kapitel ist recht unterschiedlich, neben äußerst brauchbaren Methodendarstellungen gibt es auch einige Kapitel, die kaum zu gebrauchen sind. Dennoch: Ein guter und wenig aufwendiger Einstieg.
  • Bernds, E. (2001): Spielerische Stadtplanung. In: SpielLandschaft Bremen. Informationsheft des Vereins Spiel-LandschaftStadt e.V.. Bremen, 10-11.
  • Bernds, E. (2001). Brennpunkt Straße: Ein gegenständliches Straßenmodell als Mediationskonzept. In: Tagungsband: Neue Aufgaben im Stadtverkehr. Vereinigung der Straßenbau- und Verkehrsingenieure der Freien Hansestadt Bremen e.V. am 20. Februar 2001
  • www.Kinderpolitik.de Hier findet sich alles zu Beteiligung (nicht nur) von Kindern und Jugendlichen und Anregungen für Methoden und Aktionen. Wir kennen keine bessere, übersichtlichere und kompetentere Zusammenstellung. Man kann auch viele (sehr preisgünstige) Publikationen bestelen. Im „Methodenkoffer" finden sich ausführliche Beschreibungen, ein Raster hilft bei der Auswahl der richtigen Methode.
  • Bischoff, A., Selle, K. & Sinning, H. (1995). Informieren, Beteiligen, Kooperieren: Kommunikation in Planungsprozessen. Eine Übersicht zu Formen, Verfahren, Methoden und Techniken. Dortmund: Dortmunder Vertrieb für Bau- und Planungsliteratur. (175 Seiten, EUR 21; ISBN 3-929797-11-9) Die beste, praxistauglichste und umfassendste Zusammenstellung von Beteiligungsmethoden, die zur Zeit verfügbar ist. Enthält Checklisten und zahlreiche Hinweise auf weitere Literatur. Unbedingt empfehlenswert!
  • Bortz, J. & Döring, N. (1995). Forschungsmethoden und Evaluation für Sozialwissenschaftler (2. Aufl.). Berlin: Springer. (770 Seiten, ca. EUR 40; ISBN 3-540-59375-6)
    Ein gutes und umfangreiches Handbuch für die methodisch-sozialwissenschaftlichen Aspekte von Informationserhebung und -auswertung. Hilfreich, wenn es um die Erstellung und Auswertungen von Fragebögen, die Planung von Gruppenbefragungen und Interviews oder die Verwendung eines Semantischen Differentials geht. Die Lektüre setzt allerdings die Bereitschaft voraus, sich gründlich mit der Thematik zu beschäftigen. In den meisten Fällen dürfte die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Sozialwissenschaftler die sinnvollere Alternative sein.
  • Brech, J. (Hrsg.) (1993). Neue Wege der Planungskultur: Orientierungen in der Zeit des Umbruchs. Darmstadt: Verlag für wissenschaftliche Publikationen. (400 Seiten, EUR 25, ISBN 3-922981-78-X)
    Dokumentation des fünften internationalen Wohnbundkongresses in München. Es geht also vor allem um Beteiligungsmodelle für Vorhaben im Bereich des (sozialen) Wohnungsbaus. Der Band enthält einen breiten Überblick von Ansätzen und Fallbeispielen. Die Qualität der Texte ist, wie immer bei derartigen Tagungsbänden, sehr unterschiedlich. Es handelt sich also nicht um ein Buch, das man zur Einführung in das Thema von vorn bis hinten durchliest, sondern eher um einen "Steinbruch", aus dem man sich das heraus sucht, was man interessant findet und gebrauchen kann. Zu diesem Zweck bietet es allerdings eine Fülle von Material.
  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (Hrsg.) (1997). Umweltpolitik. Agenda 21. Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung im Juni 1992 in Rio de Janeiro. Dokumente.
    Der vollständige Originaltext der Agenda 21 kann auch beim Bundesumweltministerium, Postfach 120629, 53048 Bonn kostenfrei bestellt werden.
  • Deutsches Kinderhilfswerk e. V., Ministerium für Frauen, Jugend, Wohnungs- und Städtebau des Landes Schleswig-Holstein (Hrsg.) (1997). mitreden - mitplanen - mitmachen (Kinder und Jugendliche in der Kommune). Berlin.
  • Gutmann, R. (1990). Gemeinsam Planen und Wohnen: "Entwicklung sozialen Lebens" am Beispiel der Neubausiedlung Salzburg-Forellenweg. Salzburg: Verlag Grauwerte im Institut für Alltagskultur. (205 Seiten, ca. EUR 15/200 ATS, ISBN 3-85419-143-X)
    Die sorgfältige und detaillierte Dokumentation eines umfangreichen und umstrittenen österreichischen Beteiligungsprojektes im sozialen Wohnungsbau. Stellenweise äußerst spannend zu lesen, aber nicht immer frei von sozialwissenschaftlichem Jargon. Uns ist gegenwärtig keine Falldarstellung von vergleichbarer Gründlichkeit bekannt.
  • IBA Emscher Park (Hrsg.)(1994). Mitmischen, Mitplanen, Mitreden. 18 Beispiele für engagierte Bürgerbeteiligung (IBA Emscher Park Informationen, Themenheft 7).
    Partizipation und Beteiligung waren ein Schwerpunkt der IBA Emscher Park. Die Dokumentation der gelaufenen Projekte ist allerdings eher spärlich. Alle Infos und Themenhefte sind bei der Agentur Zeitsprung, Bullmannaue 11, 45327 Essen (Telefon 0201 289 580, info@zeitsprung-agentur.de, http://www.zeitsprung-agentur.de) als Kopien erhältlich.
    Einige der IBA-Projekte wurden auch von der Wohnbund-Beratung NRW, (Herner Straße 299, 44809 Bochum, Telefon 0234-90440-0, Fax 90440-11) in Bochum durchgeführt und dokumentiert,
  • z. B.:
  • WohnBund-Beratung NRW (1995). Mieter planen mit! Dokumentation von 1991 bis 1995. Modernisierung und Wohnumfeldverbesserung in der Siedlung Parralellstraße/Uechtingstraße in Gelsenkirchen Schalke-Nord. WohnBund-Beratung NRW.
  • WohnBund-Beratung NRW (ohne Jahresangabe). Wohnen im Garten in Dortmund-Lindenhorst. Mieter reden beim Neubau ihrer Wohnung mit. Siedlungsergänzung der Arbeitersiedlung "Fürst Hardenberg".
  • Informationen über das umfangreiche Forschungsprogramm des Bundesbauministeriums "Experimenteller Wohnungs- und Städtebau" (ExWoS) zu finden. Die Berücksichtigung partizipativer Elemente in den vielen verschiedenen "Forschungfeldern" von ExWoSt ist allerdings erstaunlich blass und verbleibt oft auf der Ebene abstrakter Absichtserklärungen. Dennoch lohnt es sich zweifellos, sich mit diesem Programm näher auseinanderzusetzen.
  • Lambot, I. et al. (Hrsg.)(1998). Flexible Gebäude: Die Architektur von DEGW. Basel: Birkhäuser. (180 Seiten mit vielen Abbildungen, ca. EUR 40; ISBN 3-7643-5739-8)
    Das international operierende Großbüro DEGW versucht, partizipative Elemente routinemäßig in den Planungsprozess zu integrieren. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Planung von Büros und Dienstleistungsbetrieben. In dem Buch tauchen alle relevanten Begriffe (nachhaltige Planung, Nutzerbeteiligung, Ökologie, Evaluation, Flexibilität...) auf. Das im positiven Sinne ungewöhnliche dabei ist, dass es sich hierbei um Beteiligung unter rein kommerziellen Bedingungen handelt und nicht um geförderte Modellprojekte oder akademische Forschungsvorhaben. Der Nachteil ist, dass das Buch sich stellenweise wie eine Werbeschrift liest, und immer genau an den Stellen endet, wo es eigentlich konkret und spannend würde. So erfährt man nur relativ wenig über das tatsächliche Vorgehen bei der Nutzerbeteiligung, geschweige denn über Fehler, aus denen sich lernen ließe. Trotzdem nicht uninteressant.
  • Moczek, N. &Rambow, R. (in Druck). Die "Grüne Mitte" - Partizipative Planung eines Landschaftsschutzgebietes. Erscheint in B. Rösener & K. Selle (Hrsg.), Kommunikation im Planungsprozess, Band 3: Kommunikation gestalten. Beispiele und Erfahrungen aus der Praxis für die Praxis. Dortmund: Dortmunder Vertrieb für Bau- und Planungsliteratur.
  • Rambow, R. (in Druck). BauStadtUm! - Ein Schülerwettbewerb zum Stadtumbau Ost. Erscheint in B. Rösener & K. Selle (Hrsg.), Kommunikation im Planungsprozess, Band 3: Kommunikation gestalten. Beispiele und Erfahrungen aus der Praxis für die Praxis. Dortmund: Dortmunder Vertrieb für Bau- und Planungsliteratur.
  • Moczek, N. (2001) Grüne Mitte Maintal. Bürgerbeteiligung zur Gestaltung eines Naturschutzgebietes.
  • Österreichischer Wohnbund (Hrsg.) (1993). Über Bewohnerbeteiligung zu Qualität: Innovativer Wohnungsbau und Stadterneuerung. Darmstadt: Verlag für Wissenschaftliche Publikationen. (105 Seiten, ca. EUR 10/150 ATS, ISBN 3-922981-77-1)
    Diese Tagungsdokumentation enthält eine verkürzte Darstellung des Projekts "Forellenweg" sowie Darstellungen einiger anderer Beteiligungsprojekte. Außerdem eine Reihe von Stellungnahmen von Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung, die man nicht unbedingt gelesen haben muss.
  • Rambow, R., Moczek, N. & Ferrante, S. (1999). Wenn Mitarbeiter sich beim Umzug verplant fühlen .. In: Immobilien Zeitung. 02.12.1999, S. 11.
  • Rambow, R., Moczek, N. & Ferrante, S. (1999). Architekturpsychologische Umzugsbegleitung. Der Architekt, 10/99, 39-41.
  • Selle, K. (Hrsg.) (1996). Planung und Kommunikation: Gestaltung von Planungsprozessen in Quartier, Stadt und Landschaft. Wiesbaden: Bauverlag. (505 Seiten, EUR 65; ISBN 3-7625-3216-8)
    Wenn man sich sehr gründlich mit der Materie beschäftigen will, ist dieses Buch eine sinnvolle Ergänzung zu dem obengenannten Titel. Es geht vor allem durch eine Vielzahl von Praxisbeispielen, die von den Praktikern selber kurz vorgestellt werden, über dieses hinaus. Der anwendungsorientierte Methodenteil ist dagegen kürzer als bei Bischoff et. al. Sehr nützlich ist die relativ ausführliche Darstellung der rechtlichen Rahmenbedingungen von Beteiligung. Sehr umfassendes Literaturverzeichnis. Weitere Veröffentlichungen der Hannoveraner Gruppe um Klaus Selle findet man auf der Homepage des Instituts für Freiraumentwicklung und planungsbezogene Soziologie.
  • Sinning, H., Schesny, M., Reinert, A., & Kanther, S. (1996). Bürgergutachten ÜSTRA: Attraktiver Öffentlicher Personennahverkehr in Hannover. Bonn: Stiftung Mitarbeit.
    Wer sich für die Methode Planungszelle/Bürgergutachten interessiert, für den bietet dieser Text ideales Anschauungsmaterial. Er ist aber auch aus inhaltlicher Perspektive, also für den Bereich der Planung des Öffentlichen Nahverkehrs, äußerst empfehlenswert. Die Art der Darstellung ist klar und verständlich, wenn auch in manchen Teilen sehr ausführlich bzw. redundant. Dies wird durch eine vorangestellte Kurzfassung aber wettgemacht.
  • Die "Stiftung Mitarbeit" widmet sich in ihrer Arbeit der "Demokratieentwicklung von unten". Neben den hier angeführten Texten gibt es dort noch eine Reihe weiterer nützlicher Veröffentlichungen zum Thema, die man online oder konventionell bestellen kann. Adresse: Bornheimer Straße 37, 53111 Bonn, Telefon 0228-60424-0, Fax 60424-22.
  • Towers, G. (1995). Building democracy: Community architecture in the inner cities. London: UCL Press. (250 Seiten, ca. EUR 35; ISBN 1-85728-089-X)
    Wen die englische Sprache nicht schreckt, für den bietet dieses Buch etwas, was sonst nur schwer zu finden ist: Einen systematischen geschichtlichen Überblick über die Versuche der britischen "community architects", Laien in die Planung ihrer Quartiere mit einzubeziehen. Auf der Basis der Erfolge und Mißerfolge, die dabei erzielt wurden, kommt Towers zu sehr handlungsnahen Empfehlungen für die zukünftige Fortführung dieser Arbeit. Illustriert wird jedes Kapitel durch eine Falldarstellung. Der Schwerpunkt der Betrachtungen liegt, wie der Titel schon sagt, auf innerstädtischen Problemquartieren, berücksichtigt aber nicht nur das Wohnen selber, sondern auch Infrastruktur- und Gemeinschaftseinrichtungen.